Gestern (Samstag, 25. Juli) stand der drittletzte Wettkampf der Saison auf dem Programm, der Römerman in Ladenburg - ein Triathlon über die Olympische Distanz.
Die Vorzeichen für diesen Wettkampf waren alles andere als gut. Kein Tapering und vor allem keine Lust. Aber man ist ja angemeldet, also geht man auch hin und macht mit - und wenn nicht der schnellen Zeiten wegen, dann einfach so aus Spaß ein bisschen Schwimmen, zum Fun etwas Radfahren - und das Laufen, naja - mal sehen. Um es vorweg zu nehmen - es kam alles anders.
Ich bin mitten im Pulk losgeschwommen und hatte ein gutes Gefühl dass ich schnell vorwärts komme. Vor allem die ständigen "Schlägereien" im Wasser bis zum Ende der Schwimmstrecke haben mit gezeigt dass ich gut unterwegs bin. Am Schwimmausstieg konnte ich dabei meiner Uhr kaum glauben: 21 Minuten für 1,9km, das war schon sehr sehr schnell, bin ich doch vom Training (da natürlich ohne Neoprenanzug) Zeiten von 1:50 / 100m gewohnt - und jetzt 1:10 / 100m, das waren keine Welten sondern Galaxien. Sicher hat da auch Strömung des Neckars mit reingespielt. Auf jeden Falls sehr schön war dass die Wechselzone noch voll war. Überall hingen noch Räder - spätestens jetzt war die Motivation voll da. Schneller wechsel und gleich ab aufs Rad.
Dort ging es erstmal ca. 3 km Flach bei "nur" 38km/h, mehr wollte ich zu diesem Zeitpunkt aber nicht geben, denn schließlich stand mit dem Steinbruch bei Dossenheim gleich der erste knackige Anstieg auf dem Programm. Dort gab es dann den zweiten Motivationsschub, denn viele andere Teilnehmer standen förmlich bei dem kurzen 17% Anstieg während ich locker an ihnen vorbei fahren konnte. Nach der kurzen Abfahrt ging es dann gleich zum längsten Anstieg des Tages: der weiße Stein. Und auch hier ein ähnliches Bild. In der darauf folgenden Abfahrt Richtung Wilhelmsfeld / Altenbach habe ich dann ordentlich Tempo rausgenommen (während die anderen mit 70 Sachen da runter sind, habe ich mich nur auf 60 km/h getraut), dafür aber bergauf Richtung Ursenbacher Höhe alle wieder eingesammelt bzw. berghoch abgehängt. Da ging noch was :-). Netto habe ich auf dem Rad dann 80 Plätze gut gemacht und lag damit an 122. Stelle.
Zu diesem Zeitpunkt waren "gerade mal" 1 Stunde und 51 Minuten vergangen. Wenn also nicht alles schief geht könnte ich meine Zeit vom letzten Jahr pulverisieren. Die Aufgabe war also klar, konzentriert weitermachen und nicht übertreiben. Von den Beinen her merkte ich, dass zwar eine Zeit von 4 Minuten/km nicht mehr geht, eine 4:30 allerdings locker drin ist. Diese Geschwindigkeit ging dann auch auf der kompletten Strecke, so dass beim abschließenden 10km Lauf die Uhr bei 45:22 stehen blieb.
Nach 2:37:08 war der Römerman dieses Mal für mich beendet. Leider gibt es nächstes Jahr kein Wiedersehen in Ladenburg, denn zu diesem Zeitpunkt dürfte gerade der Rad-Checkin in Frankfurt sein :-)
Insgesamt ein sehr gutes Ergebnis, vor allem im Vergleich zu 2009
2010: 112. Platz Gesamt, 14. Platz AK - 2:37:08 - Swim: 21:10 (202.) - Bike: 1:30:34 (113.) - Run: 45:22 (115.)
2009: 186. Platz Gesamt, 33. Platz AK - 2:46:07 - Swim: 25:13 (338.) - Bike: 1:33:18 (147.) - Run: 47:35 (191.)
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